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VEHA-Reederei GmbH & Co KG, Haren (Ems)



Container und Mehrzweck-Frachtmotorschiff "Vela"

Am 11.07.1981 lieferte die Martin Jansen Schiffswerft u. Maschinenfabrik in Leer, Ostfriesland ihren Neubau Nr. 167 an die VEHA-Reederei GmbH & Co. KG mit Sitz in Haren an der Ems ab. Die Reederei betrieb bereits seit den 1970er Jahren mehrere kleinere Mehrzweck-Frachtschiffe in der küstennahen Fahrt, von denen zwei bereits bei der Jansen-Werft als Neubauten Nr. 148 (M.S. Delta) im Jahr 1978 und Nr. 160 (M.S. Norma) im Jahr 1980 bestellt wurden.

M.S. Delta - NB 148 (1978 für die VEHA-Reederei GmbH & Co. KG gebaut)


Der dritte und größte Neubau, die "Vela" war für den Transport von Trockenladung jeglicher Art ausgelegt und konnte in der Containerfahrt bis zu 157 TEU transportieren. 

1991 wurde das Schiff an die MS Odin Reederei GmbH & Co. Schiffahrtsges. mit Sitz in Kollmar verkauft und kam als "Odin" mit Heimathafen Hamburg in Fahrt. Bis 1997 behielt das Schiff diesen Namen. Zwischen 1997 und 2002 fuhr es als "Stadt Papenburg", erhielt dann jedoch bis zum Verkauf ins Ausland im Jahr 2003 den Namen "Odin" zurück. Seit 2000 war die Reederei Nimmrich & Prahm GmbH der eingetragene Eigner. Im April 2003 wurde das Schiff an die Anda Navigation Ltd. mit Sitz auf Malta verkauft und kam als "Anda" in Fahrt. Manager blieb mit der Pregel Management GmbH ein deutsches Unternehmen. Im Oktober 2012 übernahm die rumänische BIA Sihipping Co. das Schiff und am Heck wehte nach der maltesischen Flagge nun die des westafrikanischen Staates Togo. 2017 übernahm dann final die türkische Adnan Denizcilik ve Ticaret das Frachtschiff. 

Am Morgen des 29.07.2017 kenterte und sank das Schiff vor Sewastopol im Schwarzen Meer, rund 40 Kilometer südlich von Kalupka bei Kap Sarych. Das Schiff war mit einer Ladung von 2400 Tonnen Weizen unterwegs vom Krim-Hafen Kertsch nach Tripoli gewesen und trotz Sturmwarnung in See gestochen. Die neunköpfige Crew bestand aus Syrern und Indern.


Während der um 6.40 Uhr gestarteten SAR-Operation des Sevastopol Marine Rescue Center durch vier Handelsschiffe, drei Marineboote und einen Mi-8-Helikopter konnten zunächst drei Männer aus einem Rettungsboot, wenig später fünf weitere aus einer Rettungsinsel geborgen werden. Sie sollten in ein Krankenhaus auf der Krim gebracht werden.


Wellen von drei Metern Höhe behinderten die Arbeit. Ein Mann, der keine Rettungsweste getragen hatte, wurde noch vermisst. Das Schiff war kurz nach dem Auslaufen aus Kertsch in den Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 20 Metern pro Sekunde geraten.



M.S. Vela, Bauwerft Martin Jansen Schiffswerft u. Maschinenfabrik, Leer, BNR 167



Technische Daten:
IMO Nr.: 8027638 / BRT 999 / 157 TEU / Länge: 95,10 Meter / Breite: 13,50 Meter / Tiefgang: 4,25 Meter /  Besatzung: unbekannt / Antrieb über 1 MaK Dieselmotor (6Mu 452 AK) 1800 PS, 1 Feststellpropeller / Geschwindigkeit 12,0 Knoten


Das Modell: gebaut ca. 1981 bei bei Schiffsmodellbau H. Reiche, Tönning im Maßstab 1:100